about inspiration ___ nature ___

Freitag, 22. Mai 2015

Blumiger Freitag

Momentan halte ich mich tagsüber kaum zuhause auf und habe deshalb nur schnell im Vorbeigehen ein Stengel Kamille und eine Veronika mitgenommen. Ab in den kleinen Krug und die kleine Glasflasche, meine "Kerzenhalter" dazu. Beim Heimkommen im letzten Licht machen sie sich ganz gut. 
Die Blümchen schicke ich zu Helga und mach mich nun auf zum riesigen Unigeburtstagsfest quer über den Campus.

Habt ein schönes langes Wochenende!

Mittwoch, 20. Mai 2015

Retrospektivblick

Ein verspäteter Rückblick auf eine Woche, die abwechselungsreicher hätte nicht sein können. Doch da hab ich mich wohl geirrt und greife im einen Moment nach der Sonnenbrille, um im nächsten Moment den Schirm aufzuspannen. Gott sei Dank, sitze ich derzeit die meiste Zeit zwischen staubigen Büchern und lese um mein Leben. Und in den Momenten in denen es mal nicht um die Masterarbeit geht, sitze ich in der Bibliothek und spiele nette Hilfskraft. Da fühlt es sich schon ganz besonders grandios an, einige Stunden des Wochenendes mit Fahrten durch die Lande, Spaziergängen am Wasser, Besuchen der Kunsthalle und einem Kaffee mit liebsten Menschen zu verbringen.
Zukunfstweisende Blicke in der Ausstellung Playing Future der Kunsthalle zu Kiel
Eine Uni die nicht vergisst zum eigenen Jubiläum ihre Künstler zu ehren - hier ein Ausschnitt Emil Noldes Selbstbildnisses.
Schönste Antik- und Trödelschätze auf dem Land begutachtet (sehr zu empfehlen!!)..
Und sich gefragt, ob das Leben im kleinen schönen Dorf nicht auch für einen selbst lebenswert wäre.
Hab alle einen schönen Mittwoch in dieser - fast ungewohnt - langen Woche!

Freitag, 15. Mai 2015

{Machen, nicht pinnen!} Fensterbank-Renovierung leicht gemacht

Lange Zeit nervte mich der beige Fake-Steinton der Fensterbank im großen Zimmer. Seit dem Einzug im September überlegte ich viel hin und her, eigentlich war klar, dass übermalen nicht möglich war und dann pinnte ich lediglich diesen Pin. Doch man muss das Gepinnte ja nicht 1 zu 1 umsetzen, sondern lässt sich gern mal inspirieren. Deshalb fand nach ewigem Abwägen die Ikea-Brakig-Tapete ihren Weg zurück in die Wohnung und wurde mittels Schere und doppelseitigem Klebeband passend zurechtgeschnitten und festgeklebt. Natürlich ist das Ganze weniger praktikabel als eine weiße Klebefolie, aber deren Aufbringen hätte auch Nerven und Beziehung strapaziert ;-) Dafür, dass die Fensterbank nun hübsch ist prangt am Werftkran gegenüber neuerdings dauerhaft das Wort "German", was mich in Bezug auf deren Kriegsschiffbau ein wenig unruhig macht. Nun ja, wird schon werden. 
 
Ja, ich hätte vorher die Fenster putzen sollen und
ja, man fotografiert nicht bei praller Vormittagssonne ;)
Noch mehr Projekte, die ihren Weg von der Pinnwand ins Leben geschafft haben, findet ihr bei Eva und Anne.
Habt es schön und genießt das lange Wochenende!

Samstag, 9. Mai 2015

Samstagskaffee 19/15

Der erste Samstagskaffee, der nicht bei Ninja zelebriert wird. Deshalb wohl auch ziemlich spät, nach kurzer Inspektion des Gartens, dem Einkauf am Vormittag und einem Abstecher zum Trödler. Die Woche über wurde sehr viel für die Masterarbeit getan, Zeit mit den besten Menschen verbracht und wenig Freizeit genossen ;-) Wer weiß was der Sonntag bringt. Bisher ist nichts geplant. Einfach treiben lassen!
Habt es schön!

Donnerstag, 7. Mai 2015

Wenn der Plöner See ruft..

An manchen Tagen wache ich auf und verspüre den dringlichen Wunsch, mich unverzüglich in meine Klamotten zu werfen und loszufahren. Es geht dann nicht darum die allerdollsten Dinge zu erleben, aber den Sonntag nicht auf der Couch zu verleben, war mein Ziel am letzten Wochenende. Zunächst war es noch so schön draußen, die Hinfahrt unter blaustem Himmel. Doch mit erreichen des Ortsschildes wurden wir mit einer hellgrauen Himmelssuppe beschenkt. Man sollte das Beste daraus machen und so liefen wir schnurstracks um das Schloss herum. Jeder Ortsunkundige sollte wissen, dass das Plöner Schloss seit einigen Jahren die Fielmann Akademie beherbergt und ein Zutritt zum Schloss für Externe nur selten möglich ist. Zum Glück gibt es noch weitere Gebäude und unzählige Wege, die zum Schlendern und Schauen einladen. So stießen wir auf die Schlossgärtnerei mit ihrem einladenden Café und wandelten entlang von Obstbäumen, Kräuterbeeten und Rosensträuchern (die natürlich noch nicht blüten, wie auch bei dem Wetter ;)). Dabei hat man immer den großen Plöner See im Rücken.
Durch den großen Baumbestand hindurch erblickt man aus etlichen Winkeln das Schloss. Aber wer will schon ins Schloss, wenn das Drumrum viel schöner ist. 
An einer Mauer bin ich auch hochgeklettert, um wenigstens einen halbschönen Blick auf den See zu erhaschen. Und nein, das Bild habe ich nicht hübsch ausgeschnitten, denn ihr sollt ruhig erahnen, welch Leistung ich erbracht habe :D 
Manche Gassen der Stadr zeugen von der langen Stadtgeschichte. Vieles ist jedoch leider lieblos ins Stadtbild gewürfelt worden und wirkt daher nicht so einladend. Aber ein paar Stunden an den unzähligen Seen (einen weiteren werde ich euch wohl im Sommer zeigen), kann man an einem Sonntag wie diesem, nur empfehlen.
Für eure lieben Kommentare zu meinem letzten Post muss ich mich noch bedanken. Ihr seid der Knüller! Kein Shitstorm der losbrach oder ähnliches. Und wer weiß, vielleicht lernt man sich ja irgendwann mal in natura kennen.
 
Habt alle einen schönen Donnerstag!

Dienstag, 5. Mai 2015

Der Mensch dahinter..

Von mir selbst weiß ich, wie sehr mich die Menschen hinter den Blogs interessieren. Das Bild des Gegenübers wirkt vor allem digital oft vollkommen anders, als es Phantasie und Menschenkenntnis in real vermuten lassen. Deshalb empfand ich, dass es an der Zeit ist, auch hier ein paar -gar nicht Larifari-Fakten über mich preiszugeben:

1. Ein guter Kaffee und der Blick aufs Meer wirken wie pures Seelenheil auf mich.
2. Ich bin meist laut, egal ob ich erzähle, lache oder irgendetwas werkel.
3. Handwerklich mach ich alles. Nur schweißen trau ich mich (noch) nicht. Eigentlich hätte ich wahnsinnig gern so eine riesige Makita-Schlagbohrmaschine, einen großen Schuppen mit Werkbank und allem drum und dran.
4. Meine Ehrlichkeit kann verletzend sein. Ich kann aber "leider" nicht lügen und sage was ich denke und fühle. Gleichzeitig nehme ich Kritik gern an und reflektiere viel, lass mich allerdings nicht verbiegen.
5. In meiner Jugend wollte ich erst Architektur studieren, später dann Psychologie. Da beides beste Mathekenntnisse voraussetzt, habe ich mich dagegen entschieden. Im Soziologiestudium dachte ich, dass ich es wegen Statistik nie beenden könnte. Die Klausur habe ich mit 2,0 bestanden und bin bis heute glücklich drüber.
6. Mein Freund nennt diesen Blog gern Franse hasst Menschen, weil ich ein ziemlicher Misanthrop bin. Zum Glück gibt es Verbündete! [Das geht raus an meine liebste Kaffeedatemisanthropin C.! ;) ]
7. Mein erstes Tattoo ging daneben und wurde gecovert. 
8. Meinen Freund bewundere ich sehr für seine Talente, seine Ruhe und die Geduld mit mir fertig zu werden.
9. Wenn mir jemand viel bedeutet, dann bin ich da wenn man mich braucht, außer man belügt mich.
10. Spontanität ist mein vierter Vorname. 
11. 'Pipimädchen' und Frauen, die jegliche Feminismusbestrebungen der letzten 60 Jahre zunichte machen, führen bei mir zu Würgereizen.
12. Meine soziale Ader ist nicht zu leugnen. [Wie das mit der Misanthropie zusammenpasst, habe ich bis heute nicht verstanden.] 
13. Sehr oft im Leben habe ich mich auf andere Menschen verlassen und wurde häufig enttäuscht. Aus diesen Gründen ist die einzige Person, der ich 100% vertraue, meine Wenigkeit.
14. Selbstständigkeit habe ich sehr früh gelernt bzw. lernen müssen. Schon mit acht Jahren konnte ich kochen, im Haushalt helfen und kleine Dinge reparieren. 
15. Mit acht Jahren wollte ich Punk sein, zog Docs an, hatte Sicherheitsnadeln im Ohr und hörte The Ramones, The Clash und naja, Die Toten Hosen.
16. Oft schüre ich Neid und Hass [ :D ] , wenn ich erzähle, dass ich Dimebag Darrell - ja, den von Pantera - kurz vor seinem Tod noch live gesehen habe.
17. Herr Freund und ich fahren Bulli. Das bedeutet nicht, dass wir ein Transport- geschweige denn Umzugsunternehmen haben. Andere Menschen haben das nur noch nicht erkannt.
18. Freundschaften sind für mich nicht zwingend mit dauerhaftem Kontakt verbunden, sondern sind besonders intensiv zu Freundinnen und Freunden, die ich sehr selten spreche, lese oder treffe. Manche Menschen haben halt einen besonderen Platz im Herzen, andere berühren nicht mal meine Seele, auch wenn es auf Unbeteiligte so wirkt.
19. Wenn ich mich dazu entscheide Freundschaften und auch den Kontakt zu Familienangehörigen abzubrechen, dann ändert sich meine Einstellung nicht mehr.
20. Für meine Erziehung bin ich sehr dankbar. Wichtige Tugenden, humanistische Werte und das Selbstbewusstsein schon früh eine eigene Meinung entwickelt zu haben, zu äußern und zu verteidigen, sind nur ein Teil davon. Passt sehr gut zum vorherigen Punkt.
21. Meine Kindheit und Jugend war kein Pappenstiel, hat mich aber enorm geprägt. Viele Fakten knüpfen hier quasi an und ich glaube, dass das Erlebte mich zu einem starken Menschen gemacht hat.
22. Meine Mutter hat mir sehr viele Freiheiten gelassen. 
23. Für zwei Jahre habe ich im Internat gelebt und kann jedem jungen Menschen ans Herz legen, es bei vorhandenen finanziellen Mitteln, ebenso zu versuchen.
24. Sturm ängstigt mich nicht. Schon als Kind stand ich mit meinem seebärigen Großvater bei Sturmflut auf dem Elbdeich und sah dem an der Deichkrone aufschäumenden Wasser zu.
25. Allerdings hasse ich es im Meer zu schwimmen, immerhin gibt es da Fische, Krebse und möglicherweise Wasserleichen - makaber, aber wahr.
26. Auf meinem ersten Festival spielten traumhafte Bands, die noch lange Jahre den Plattenspieler dominierten. Meinen Kindern werde ich später wie eine Pubertierende davon erzählen, dass ich nackte Oberkörper berührt, ein Mikro an den Kopf bekommen habe und danach kurz ohnmächtig geworden bin. 
27. Es gibt nur zwei Personen, die ich oft vermisse und mit denen ich gern mehr vom Leben genossen hätte - meine Mutter und meine liebste Freundin Fritzi - wobei ich für jede Erinnerung so wahnsinnig dankbar bin und unsere Träume ein wenig in mir weiterleben.
28. Häufig habe ich das Gefühl, dass meine Mutter in meiner Nähe ist und mich und meine Entscheidungen lenkt. Gleichzeitig weiß ich, dass sie wahnsinnig stolz auf mich ist.
29. Allein zu sein ist das höchste Gut für mich. Ich genieße die Zeit mit mir sehr. ;)
30. Beim Thema Kinder lautet meine Antwort immer: "Ich mag so gern noch einen Baby-Mops haben." 

Samstag, 2. Mai 2015

Samstagskaffee 18/15

Irgendwie ist es schon komisch, das "letzte Mal" Ninja als DIE Frau des Samstagskaffees hier zu erwähnen.
Nachdem ich Ninjas Post zum Off ihres Blogs gelesen hatte, war mir gar nicht mehr recht nach Kaffee zumute. Stephanie hat sich schon ein paar Worte von der Seele geschrieben zum Sterben und der Uniformisierung der Blogs. Es reicht zu sagen, dass Ninja in der Bloglandschaft fehlen wird! 
Seltsam aber wahr. Heut gibt es erstmals kein Kaffee oder Tee zum Frühstück, sondern nach dem Spaziergang am Meer, das obligatorische Brötchen zum Weltfischbrötchentag und ein Bier dazu. Mal schauen was der zusätzliche freie Tag so mit sich bringt.

Habt es schön!